Wenn junge Menschen die Möglichkeiten der Laboranalytik für sich entdecken

Schülerin schreibt ihre Maturaarbeit über ihre eigene Versuchsreihe zur Effizienz von Regenerationsmöglichkeiten in der Labordiagnostic St.Gallen West und schliesst mit besonderer Auszeichnung ab.

Shanna Fröhlich ist 17 Jahre alt und eine begeisterte Turnerin – strenggenommen ist sie erfolgreiche Sportakrobatin und als Spitzensportlerin Teil des Schweizer Kaders. Ihr Trainingspensum fällt dementsprechend ins Gewicht und liegt zwischen 20 bis 23 Stunden pro Woche. Ein grosser Effort, den sie neben der Schule, ihren Freundschaften und ihrer Familie Woche für Woche leistet. Da liegt es auf der Hand, dass sie die freie Zeit, die ihr bleibt, gut und bewusst nutzen möchte. Vor allen Dingen ist das Ziel, dass sie auch körperlich dazu in der Lage ist, mit ihrer Familie oder Freundinnen und Freunden etwas unternehmen zu können. 
Ruhepausen sind wichtig, dass Sportlerinnen und Sportler gesund sowie bei Kräften bleiben. 

«Durch meine Mutter wusste ich schon etwas mehr über die Arbeit im Labor. Aber das einmal selbst in einem so neuen Labor zu erleben ist eindrücklich. Besonders aufgefallen ist mir, dass alle Abteilungen so eng und gut zusammen schaffen, und alle haben mir bei Fragen geholfen.»
Shanna Fröhlich

Stichwort Regeneration

Diese Überlegungen und die Tatsache, dass sie ein Thema für ihre Maturaarbeit sucht, führen Shanna zu einer Studien-Idee, die auch für sie persönlich einen grossen Nutzen verspricht. Dass Shanna über laboranalytische Arbeit und die Möglichkeiten besser Bescheid weiss als die meisten Gleichaltrigen, hat sie ihrer Mutter Margot zu verdanken. Margot ist ausgebildete BMA (Biomedizinische Analytikerin HF) und arbeitet seit vielen Jahren leidenschaftlich in diesem Beruf. Seit 2022 ist Margot Teil der jungen Labordiagnostic St.Gallen West. Mit ihr bespricht die Schülerin ihre Idee, die schon bald Realität werden soll. Beide diskutieren gemeinsam mit Dr. Michael Allmann die grundsätzlichen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für Shannas praktische Arbeit im Labor. Daraufhin erarbeitet Shanna ihren ersten eigenen Versuchsaufbau und die Struktur ihrer Arbeit, recherchiert und bereitet das Konzept zur weiteren Besprechung auch mit PD Dr. Christoph Seger, verantwortlich für den Fachbereich der Klinischen Chemie vor. Der Titel steht fest: «Wissenschaftliche Analyse verschiedener Regenerationsmethoden in der Sportakrobatik»

«Über Parameter bei der Regeneration von Sportlern ist in der Literatur wenig bekannt, da die Informationen ungern mit konkurrierenden Verbänden und Organisation geteilt werden.»  Dr. Michael Allmann

Shannas Arbeit im Labor und in der Probenlogistik

Sie entscheidet sich dazu, fünf unterschiedliche Regenerationsmethoden über vier Wochen auf ihre Wirksamkeit und Effizienz hin zu überprüfen, und wählt die Parameter: Kreatinkinase (CK), Laktatdehydrogenase (LDH), Aspartat-Aminotransferase (AST/ASAT) und das C-reaktive Protein (CRP). Sie findet Probandinnen, Probanden und Lösungen für die Blutentnahmen und den Proben-Transport in das Labor. Im Labor arbeitet sie z. B. mit Sandro Niggli (Bild) aus dem Corelabor zusammen, der ihr bei Fragen zur Probenaufbereitung, Messung und den Befunden hilft. Sie ist von A–Z für die Verarbeitung der Proben verantwortlich. Sie erfasst, zentrifugiert, pipettiert, achtet auf Mindestvolumina von 100 µl, das Methode und Gerät benötigt, und legt ihre eigene Studienserothek an. Wie in jeder wissenschaftlichen Arbeit, lassen auch Herausforderungen nicht lange auf sich warten. «Leider war meine Kontrollperson zwischenzeitlich leicht verletzt, und ich konnte nicht alle Messungen nutzen. Das war ärgerlich, aber nicht zu ändern», erklärt Shanna während sie die Proben der letzten Messrunde scannt. Jedoch kann sie die restlichen Messwerte nutzen, um ihre Arbeit fortzuführen und abzuschliessen.

Die Ergebnisse stehen fest

Shanna hat alle fünf Regenerationsmethoden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft, ihre Hypothese widerlegt und damit bewiesen, welche Methode besonders effizient wirkt.
Anfragen zu den Ergebnissen leiten wir gerne weiter.


Wir dürfen Shanna sehr herzlich zu dieser Arbeit und zur bestandenen Matura mit besonderer Auszeichnung gratulieren. Sicher sind wir uns zu 100 %, dass Shanna ihren Weg mit Bravur gehen wird. Freuen würden wir uns ausserordentlich, wenn ihr Weg sie eines Tages zurück in ein medizinisches Labor führen würde.

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